Full of JoyKindergarten und Grundschule in Uganda

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Die „Full of Joy Junior Academy“ (FOJJA) ist eine bunte und fröhliche Schule. Als wir das erste Mal auf das Schulgelände kommen, lachen uns bunte Farben an und fröhliche aufgeweckte Kinder bereiten uns einen tollen Empfang. Es ist gerade Pause und sie sind ganz aufgeregt über die „Abasungu“ (weiße Menschen), die zu Besuch kommen. Die Kinder tragen bunte Schuluniformen, einige mit gewaschenen und gebügelten, andere mit schmutzigen und löchrigen Uniformen. So wird uns bereits in den ersten paar Minuten bewusst, dass in dieser Schule Platz für alle Kinder ist, egal, ob reich oder arm. Derzeit besuchen 212 Kinder die FOJJA und etwa die Hälfte kommt aus Familien, deren Eltern sich das Schulgeld leisten können. Bedürftige Kinder werden zum Teil schon dank der Pateneltern der „Helping Hands Family“ gesponsert. Dies macht es möglich, dass eine beträchtliche Anzahl an Kindern aus ärmlichen Verhältnissen aufgenommen werden kann, welche ansonsten keine Schulausbildung bekommen würden.
Schulgelānde

Auf dem Schulgelände befinden sich zwei Schulgebäude. Davon ist eines ebenerdig und ein weiteres, zweistöckiges, im Bau. Die Fertigstellung des 1. Stockwerks beginnt während unseres Aufenthalts und wir können miterleben, wie rasch der Bau voranschreitet; täglich ist ein Fortschritt zu sehen. Auf dem Schulgelände befinden sich außerdem ein bunter und kinderfreundlicher Spielplatz und ein Hochbeet, in dem Salat und Tomaten angebaut werden, die das Essen der Kinder bereichern. Weiters gibt es eine Grünfläche mit zwei Fußballtoren und ein Swimming Pool, in dem an die dreißig Kinder zugleich im Wasser planschen können.

Pause!

In der Pause geht es zuerst zur Sanitäranlage, die sehr einfach gehalten ist.

Die Kinder haben ihre Freude daran, sich die Hände zu waschen.

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Sind die Hände sauber, geht es zur provisorischen Küche, die sich neben dem im Vorjahr gegrabenen Brunnen befindet. Aus diesem bezieht die Schule reichlich eigenes Wasser und dort wird auch für die Kinder Tee und Essen zubereitet. Mit ihrem süßen Tee und einer kleinen Jause verbringen sie die Pausen auf der Grünfläche oder einem anderen Lieblingsplatz auf dem Schulgelände.

Bleibt noch Zeit, wird auf dem Spielplatz gespielt.

Am Ende der Pause ertönt eine Glocke und ruft zu einem kurzen Gebet auf. Alle Kinder halten dort inne, wo sie sich gerade befinden und sprechen ein Gebet. Anschließend kündigt ein weiterer Glockenschlag das Ende der Pause an und die Kinder eilen in ihre Klassen.

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Schulalltag

Während unseres dreiwöchigen Aufenthalts bekommen wir einen kleinen Einblick in den Schulalltag der FOJJA-Kinder. Kinder im Kindergartenalter gehen in die Baby, Middle und Top-Klasse, Grundschulklassen gibt es heuer, 2017, schon fünf (P1 bis P5). Im Vollbetrieb wird die Grundschule sieben Klassen umfassen, dies nach den gesetzlichen Vorgaben in Uganda. Im nächsten Jahr, nach der Fertigstellung des 1. Stockwerks, wird es die erste P6 (6. Klasse der Grundschule) geben!

Der Unterricht der Kleinsten findet bei schönem Wetter teilweise auf der Grünfläche statt. Die Lehrer organisieren einfache Lernspiele und bringen den Kindern Memory, puzzlen oder Lego spielen bei. Alle Spiele sind von österreichischen helfenden Händen gespendet worden und bereiten große Freude.


In den Grundschulklassen wird eifrig Mathematik, Englisch, Religion und vieles mehr gelernt. Die Lehrer sind top und verstehen es, die Kinder in den Unterricht einzubinden, zur Mitarbeit zu ermutigen und zu motivieren. Wenn wir die Kinder in den Klassen beobachten, lassen sie sich nur kurz ablenken und sind sofort wieder voll konzentriert beim Unterricht.

Dass die Kinder sehr eifrig und lernwillig sind merken Sophie und ich besonders, als wir die große Freude haben, die erste Klasse unterrichten zu dürfen. Die Zuordnung von Tieren und ihren Nahrungsmitteln zu Österreich und Afrika steht auf dem Plan, alle Kinder sind hochmotiviert und freudig bei der Sache. Am Ende belohnen wir sie mit einem kleinen Geschenk!


Schwimmen!

Sein kurzer Zeit gibt es auf dem Schulgelände einen kleinen Swimming Pool und an einem Tag in der Woche heißt es „Swim Day“! Wir werden eingeladen, daran teilzunehmen und spielen mit den Kindern mit den Wasserbällen, die wir mitgebracht haben. Die Freude der Kinder ist riesengroß und sie können vom Planschen im Wasser nicht genug bekommen!

Sports Day

Während unserer zahlreichen Besuche der FOJJA bekommen wir immer wieder mit, dass Kinder und Lehrer fleißig dabei sind, etwas vorzubereiten – den „Sports Day“! In Uganda ist es üblich, dass das Schuljahr mit einem großen Fest, dem „Sports Day“ beendet wird. Alle Kinder freuen sich immer sehr auf diesen Tag und die Lehrer beginnen mit den Vorbereitungen, zusammen mit den Kindern, bereits Wochen zuvor. So bekommen wir mit, wie geübt und geprobt wird.

Und dann ist er da, der Sports Day, und es ist amazing!

Das Schulgelände verwandelt sich in ein buntes Treiben aus Kindern, Lehrern und Eltern. Zwei Zelte werden aufgestellt, damit die Eltern Schutz vor der Sonne finden und ihre Kleinen bei den Sportbewerben anfeuern können. Sei es die Reise nach Jerusalem, wo die Kleinsten und dann auch die Eltern, Lehrer und wir zur Musik um Stühle tanzen, Sack hüpfen, Farben erraten, mit wassergefüllten Schwämmen Flaschen anfüllen und vieles mehr. Alle Kinder sind mit großer Begeisterung bei der Sache und die Eltern erst! Macht eines ihrer Kinder seine Sache gut, sind die Eltern oft noch begeisterter als die Kinder, springen von ihren Stühlen und feiern die Kleinen 🙂


Am Ende des Programmes steht ein Liedvortrag eines Buben mit wundervoller Stimme und wir bekommen wieder Gänsehaut. Anschließend tanzt eine Gruppe Kinder zu rhythmischer Musik, eine lang einstudierte Choreographie.


Und schließlich ist der große Moment da, die Siegerehrung! Während des ganzen Tages haben die Kindern in vier verschiedenen Mannschaften gekämpft und Punkte für ihre Teams geholt – Elefants, Lions, Leopards und Bufalos – am Schluss tragen die Leopards den Sieg davon.
Kuchen für alle heißt es zum Abschluss! Dies ist etwas ganz Besonderes, denn Kuchen bekommen Kinder hier nicht so oft. Kurz vor dem nach Hausegehen bekommt jedes Kind noch einen Ballon mit einem Lolly von uns. Insgesamt teilen Monika, Sophie und ich ca. 300 Ballons aus, und jeden einzelnen haben wir selbst aufgeblasen, puh!

Alles in allem ist es ein sehr gelungener Tag, den Monika, Sophie und ich wohl nie vergessen werden. Wir schließen den Tag mit einem gemeinsamen Foto mit den Boarding-Kindern ab.

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Resümee – ein Paradies für Kinder

Drei Wochen „Full of Joy Junior Academy“ angefüllt mit wundervollen, unvergesslichen Momenten. Fröhliche und lachende Kinder, die uns ihre Liebe schenken, verwunderte Kinder, die unsere Haare begutachten und uns vorsichtig berühren, um zu überprüfen, ob wir vielleicht abfärben, ein gelungenes Geburtstagsfest für einen vor Freude strahlenden Owen, Monikas Patenkind, hautnahes Miterleben, wie der Bau des ersten Stockwerks des zweiten Schulgebäudes vorangeht und Brainstorming über weitere Schritte, was auf dem Schulgelände als Nächstes zu tun ist.

Alles in allem ist die „Full of Joy Junior Academy“ ein Paradies für Kinder, davon können wir uns in den drei Wochen überzeugen. In wenigen Jahren wurde hier ein Ort geschaffen, an dem arme und reiche Kinder zusammen aufwachsen, eine sehr gute Erziehung bekommen und zu fröhlichen, lebensfrohen jungen Menschen heranwachsen können.

Diese Kinder sind die Zukunft von Uganda uund wir tun gut daran genau in Sie zu investieren!

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Glaube & Hoffnung in Uganda

Wie können wir den Menschen in Uganda helfen?
Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, galt es für mich, mir einer grundlegenden Sache bewusst zu werden. Ich kam nach Uganda mit dem Wissen, dass es hier sehr viele bedürftige Menschen gibt. Was mir aber so gar nicht bewusst war, war, welch große Bedeutung Gottvertrauen in ihrem Leben hat.

Die Menschen in Uganda haben Hoffnung. Sie haben Hoffnung auf ein besseres Leben und eine bessere Zukunft obwohl Sie teilweise kaum das Nötigste zum Leben haben. Eltern wissen oft nicht, wie sie ihre Kinder am nächsten Tag satt bekommen, geschweige denn, wie sie sich selbst versorgen können. Familien mit zahlreichen Mitgliedern leben in baufälligen Holzbaracken, teilweise in einem einzigen Raum, ohne Strom und Wasser. Wasser muss oft von weit entfernten Brunnen in Wasserkanistern geholt werden, dies eine Arbeit, bei der auch schon die Kleinsten mithelfen müssen.

Besuchen wir aber diese Familien, sehen wir Freude, Demut und Stärke. Die Kinder strahlen über das ganze Gesicht, sind fröhlich und vergnügt…und das in einer oft trostlosen Umgebung. Wir sind erstaunt und berührt. Woher nehmen die Menschen diese Lebensfreude? Wir hören keine Beschwerden und keinen Unmut über die bestehende Situation. Wir kommen mit den Menschen mehr und mehr in Kontakt und beginnen zu verstehen.
Die Menschen, die wir kennenlernen, sind meist sehr gläubig. Sie leben aus ihrem unerschütterlichen Vertrauen zu Gott. Der Glaube gibt ihnen Kraft, wenn sie mit leerem Magen schlafen gehen oder wenn sie ihr weinendes krankes Kind nicht beruhigen können, weil sie sich notwendige Medikamente nicht leisten können. Er gibt ihnen Kraft auch in Situationen, wo man eigentlich verzweifeln müßte.
Wir sind neugierig geworden, möchten wissen, wie Glaube hier vermittelt wird, wie die Kirchen aussehen und Gottesdienste gestaltet werden. Von unserem Gastgeber, Bischof Stephen Mulungi, werden wir an einem Sonntag persönlich eingeladen; Pastor Stephen steht einer evangelisch christlichen Kirche vor. Zuerst aber werden wir aufgeklärt, was Gottesdienst hier bedeutet, nämlich sich ungefähr vier Stunden Zeit für Lobpreis, Predigt und Gemeinschaft zu nehmen.
In der Kirche angekommen merken wir gleich, das hier hat nichts mit Kirche, wie wir es gewohnt sind, zu tun. Die Stimmung in der Kirche ist laut, es wird gesungen, getanzt und geklatscht. Die Kirche selbst ist in einem kleinen unscheinbaren Haus untergebracht. Im Inneren ist sie spärlich ausgestattet, mit einem Pult für den Pastor, Plastikstühlen für die Gottesdienstbesucher, einem Keyboard und einem Laptop mit Lautsprechern. Hinter dem Pult hängt ein großes buntes Tuch, welches die Wand abdeckt.

Als „Vistas“ bekommen wir die große Ehre in der ersten Reihe, gemeinsam mit Stephens Familie, zu sitzen. Der Lobpreis wird angestimmt und geht unter die Haut. Ein 6-köpfiger Gospelchor singt, begleitet von einem Keyboard, die Kinder tanzen und jeder Einzelne, inklusive Pastor, singt lautstark mit und die Präsenz Gottes scheint spürbar.


Nach dem Lobpreis werden alle begrüßt, besonders jene, die zum ersten Mal in der Kirche sind. Wir erleben mit, wie ein junges Mädchen neu in die Kirche aufgenommen wird und ihr Leben Gott übergibt.

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Anschließend predigt Stephen. Es ist eine Predigt, deren Inhalt mich überrascht und begeistert und ich beginne die Rolle der Kirche hier ein wenig besser zu verstehen. Stephen redet über Grundprinzipen des Lebens, über Zufriedenheit und Freiheit, wenn man sein Leben Gott anvertraut und selbst an sich arbeitet. Es ist Erziehung und Lebensschule zugleich, das hier vermittelt werden und jemandem den rechten Weg zu weisen, bekommt eine neue Bedeutung. Priester und Pastoren sind in Uganda sowas wie Urväter, denen man sehr viel Respekt entgegenbringt. Darüberhinaus führen Menschen, die zu einer Kirche gehören, ein besseres Leben ohne Alkohol, Drogen und Kriminalität. Man könnte sagen, die Kirche nimmt hier die Rolle einer väterlichen und strengen Hand ein.

Dass die Menschen hier ein großes Gottvertrauen haben, zeigt sich uns immer wieder und an verschiedensten Orten. Tischgebete sind an der Tagesordnung und auch sonst wird keine Gelegenheit ausgelassen, um zu beten. Manchmal wird uns das zu viel, wir sind es nicht gewohnt.

Abschließend würde ich mir wünschen, daß die Menschen hier ein Stück mehr Vertrauen und Tatkraft in sich selbst hätten, dann hätte Gott ein Stück weniger Arbeit.

Wir schenken Leben! BOARDING – ein Projekt für heimatlose Kinder

Unsere „Full of Joy Junior Academy“ (FOJJA) bietet bereits über zweihundert Kindern die Möglichkeit, sowohl Kindergarten und Vorschule, als auch die Grundschule zu besuchen. Kindergarten und Vorschule umfassen 3 Klassen, die Grundschule 7 Klassen. Schulen in Uganda finanzieren sich grundsätzlich durch Schulgeld, welches die Eltern aufbringen müssen. In unserer Schule haben wir im Verhältnis wenige zahlende und viele bedürftige Kinder. Für diese wurde die Schule hauptsächlich errichtet und wir freuen uns, daß ein Teil davon schon österreichische Paten gefunden haben!

Warum Boarding?

In unsere Schule gibt es einige Kinder, deren Schulweg lang und beschwerlich ist bzw. deren Zuhause so ärmlich ist, daß ihnen die Eltern keinen guten Schlafplatz, geschweige denn warmes Essen bieten können. Als wir das erste Mal in die Schule kamen erfuhren wir, daß für einige der dringendsten Fälle provisorische Schlafgelegenheiten in der Schule geschaffen worden sind. Als wir die Schlafsäle besichtigten, merkten wir sofort, dass dringend etwas getan werden muss. Die Räume sind weit davon entfernt, gemütlich oder kindgerecht zu sein, zudem ist der Boden staubig und die Betten kaputt!

So entstand die Idee, für unsere Patenkinder und andere Kinder, die es dringend nötig haben, ein Internat, genannt „Boarding“, zu errichten. Momentan kümmert sich die Internats-Mutter um neun Kinder. Wenn wir die Schlafsäle zu einem ordentlichen Internat umwandeln würden, könnten bis zu 20 Kinder und vielleicht auch mehr, aufgenommen werden!
Monika und mir, Elisabeth, lag es sehr am Herzen, daß unsere beiden Patenkindern, Owen und Geraldine umgehend in das Boarding-Programm aufgenommen werden.

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Owen
Owen hat jeden Tag einen beschwerlichen und gefährlichen Schulweg von 45 Minuten zurückzulegen. Und dann hörten wir auch noch während des Besuches bei Owens Eltern, dass die Eltern die sowieso sehr ärmliche Unterkunft innerhalb von wenigen Tagen verlassen mußten. Die Eltern waren verzweifelt! Hier mußten wir sofort etwas tun und Monika veranlasste ohne viel nachzudenken, dass Owen am selben Tag ins Boarding-Programm aufgenommen wurde.

Geraldine

lernte ich als schüchternes und liebevolles Mädchen kennen. Von ihrem Onkel erfuhr ich, dass es ihre Eltern vor einiger Zeit verloren und die Tante es aufgenommen hatte. Da die Tante aber bereits viele Kinder zu versorgen hat, musste Geraldine immer zurückstecken, denn wirklich Platz für sie hatte die Tante nicht. Deshalb brannte es mir, Elisabeth, auf dem Herzen, dass Geraldine einen schönen Schlafplatz auf dem Schulgelände der FOJJA bekommt.

Gemeinsam mit Monika und Norah, der Schulleiterin, gingen wir fröhlich auf Shopping-Tour, um für unsere Patenkinder die Grundausstattung zu besorgen. Dies beinhaltet eine Matratze, Bettlaken, einen großen Metallkoffer für die persönlichen Habseligkeiten wie Schuluniform, Hygieneartikel, Lebensmittel, Schuhe etc. Man kann sich die Freude der beiden Kinder kaum vorstellen, als wir ihnen die Dinge brachten und ihre Augen strahlten!


Monika und ich, sind glücklich, daß wir durch die „Helping Hands Family“ zu Patenmüttern von zwei wundervollen jungen Menschen geworden sind. Als wir zusammenrechneten, was es uns gekostet hatte, einem Kind Leben und Zukunft zu schenken, kamen wir auf nicht einmal 350 Euro. Und ab nun werden wir zu den 30,– für das Schulgeld noch 10,– dazulegen und ermöglichen es damit, daß Owen und Geraldine einen sicheren Schlafplatz auf dem Schulgelände der FOJJA haben, wo sie mit Kindern ihres Alters zusammen sind und von der Internatsmutter betreut werden.
Seit die beiden Kinder wissen, dass sie ab jetzt ein eigenes Bett haben und einen sicheren Schlafplatz haben, wo für sie gesorgt wird, leuchten sie von innen heraus und ihre Augen strahlen. Es ist eine Freude sie zu sehen, wenn wir ihnen auf dem Schulgelände begegnen!


So verändert ein kleiner Beitrag Kinderleben und ist gut in die Zukunft der Kinder Ugandas investiert. Kinder, denen wir heute unsere Liebe schenken und ihnen eine Ausbildung und liebevolle Betreuung schenken, werden zu verantwortlichen Erwachsenen, die im Land Veränderung schaffen und selbst zu helfende Händen werden.

Die Klinik übersiedelt 

01_Klinik

Das Mirembe Medical Clinic ist ein ganz besonderer Ort. Eine Klinik, in der neben der Versorgung der Patienten ganz viel Herz zu spüren ist.Die Belegschaft der Klinik setzt sich zusammen aus der Klinikleitern, einem hervorragenden Arzt und einer Krankenschwester.

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Gleich beim ersten Besuch bemerken wir diesen ganz besonderen Spirit. Patienten kommen gerne her, denn hier wird auch für ihr seelisches Wohl gesorgt und zugehört.

Patienten sind keine Nummer, jeder einzelne ist hier persönlich bekannt und wird liebevoll betreut.

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Zum Beispiel unser Neugeborenes, das wir vor wenigen in der Klinik vorfanden. Es ist in der Nacht zur Welt gekommen. Die Klinikleiterin Rodah ist die ganze Nacht nicht von der Seite der beiden gewichen. Und als es darum ging, Mutter und Kind wohlbehalten nach Hause zu schicken, hat sie sich höchstpersönlich darum gekümmert, dass die beiden im Taxi gut untergebracht sind. Was für ein liebevoller Umgang, dachten wir uns.

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Oder nehmen wir den wöchentlichen Impftag für die Kinder. Mit jedem Kind und Elternteil werden ein paar Worte gewechselt und die Eltern selbst sitzen mit ihren Kindern wie bei einem Kaffeekränzchen, tratschen ein wenig und warten geduldig, bis sie vom Doktor aufgerufen wurden.

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Eines Tages, es war kurz vor dem Monatsletzten, empfängt mich Rodah ganz aufgeregt, weil sie mir unbedingt einen Platz zeigen möchte, der für den Wachstum der Klinik bedeutend sein könnten. Wir gehen zu Fuß etwa 10 Minuten, also nicht weit entfernt vom aktuellen Standort. Kaum dort angekommen, weiß ich, das ist es. Ein wirklich schönes Gebäude mit einem großen Ebenen Platz davor. Viel Grün rund um das Gebäude und in bester Lage.
Direkt an einer gut befahrenen Straße in der Nähe vieler Shops und eine Wohngegend, die auf viele zahlende Patienten schließen lässt.

 

Ich stand vor diesem Haus und ich wusste es sofort. Das ist es, das ist der Beginn einer neuen Ära.

Die Klink hat bereits einen sehr guten Namen in Ssumbwe und Umgebung, aber hier an diesem Standort könnte sie einen weiteren Aufschwung erleben.

Und das Beste, die Kosten würden gleich bleiben und es gibt direkt am Standort eine Unterkunftsmöglichkeit für die Belegschaft. Rodah ist begeistert, sie lebt total auf und sprüht nur so vor Tatendrang. Sie hat 1000 Ideen, wie sie die Klinik hier besser vermarkten könnte und wie sie die Patienten am alten Standort nicht verlieren würde.

Für mich war alles klar und ich schrieb noch am selben Tag unserer Präsidentin Christine Fenböck ein Email, wo ich ihr die Vorteile aufzeigte und um ihre Entscheidung bat.

Christine ist eine Frau der Tat und so war es nicht verwunderlich, dass sie bereits am nächsten Tag den Auftrag zur Übersiedlung gab.

 

Hier in Uganda kann man eine Übersiedlung bei guter Organisation in 2 Tagen über die Bühne bringen. Rodah und ich planten den Ablauf und es lief alles reibungslos.
Seit 4.8. ist die Klinik am neuen Standort eröffnet und in Vollbetrieb. Am ersten Impftag kommen bereits 15 zahlende Patienten und in ganz Ssumbwe spricht sich bereits herum, dass die Mirembe Medical Clinic übersiedelt ist und wo man sie jetzt findet.

 


Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, dass die Übersiedlung der Klinik einen weiteren Aufschwung bringen wird und wenn ich in die glücklichen Gesichter der Belegschaft schaue, dann weiß ich, das sie alles dafür tun werden und es ein Erfolg wird.

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Schulaufbau – er geht voran

Erster Schritt: Übergangsgebäude fertig gestellt.

Der Abwasserkanal muss zuerst besprochen werden, bevor es losgeht.

Die erste Klasse übersiedelt.

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Die benötigen Materialien, werden bereitgestellt.

Bau Abwasserkanal, wird angefangen.

Die ersten Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen und die ersten Bolzen, zum Halten der Decke, stehen.

Langsam kann man etwas erkennen.

Auch wir sind mutig und besteigen die Baustelle, um ein Bild zu bekommen.

Ein Selfie ist unbedingt nötig.

Der Abwasserkanal nimmt Gestalt an.

Ein Ende ist in Sicht!

Owen’s Geburtstag

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Heute hat mein Patenkind Owen Geburtstag und ich möchte damit nicht übertreiben, aber doch einen unvergesslichen Party für ihn gestalten.
Ich habe mich beraten lassen, von seinen Lehrern, was man einem armen Jungen wie ihm schenken kann und alle sagten das gleiche. Eine Torte, Luftballons, eine Papiermütze für das Geburtstagskind und ganz wichtig, Mr. Popper (das sind kleine Partykanonen, die Papierschnitzel in die Luft schleudern).
Wenn das Geld reicht, sagt mir Norah, die Schulmanagerin, dann wäre eine Matte und eine neue Schuluniform fein. Denn im Moment schläft Owen ja auf einer dünnen Matte am Boden bei seinen Eltern und die Schuluniform hat wahrlich schon bessere Tage gesehen.
Wir gehen ein paar Tage vor Owens Geburtstag gemeinsam in einem Supermarkt einkaufen und ich überlege, was ich diesem kleinen Jungen schenken kann. Pilot will er werden, hat er mir erzählt und ich sehe mich nach einem Flugzeug um. Keines zu finden, das gibt es hier wohl nicht.
Und dann sehe ich in einem Regal einen blauen Landrover mit Fernsteuerung und weiß, das soll es sein.

Wir kaufen alles, was der Supermarkt an Partyutensilien zu bieten hat und das ist nicht sehr viel, vor allem die Dinge, die uns gesagt wurden. Das Geschenk lasse ich gleich im Supermarkt einpacken, leider hat mir keiner gesagt, dass es eine volle Stunde dauern wird. In Uganda hat man eben Zeit und macht die Dinge sehr gewissenhaft.
Und dann ist er da, Owens Geburtstag, und wir haben mit Norah, der Schulmanagerin vereinbart, die Party vor dem Mittagessen anzusetzen. Wir schmücken das Klassenzimmer gemeinsam mit den Lehrern, so bunt wir können und sogar eine Musikanlage wird aufgebaut.
Ich schau mich am Schulgelände um und kann Owen nicht finden. „Wo ist er, Norah?“ frage ich und sie sagt mir, sie hätte schon mit der Mutter telefoniert, dass Owen gebracht wird, weil wir seinen Geburtstag feiern wollten.


Und dann ist er endlich da, mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder. Er begrüßt mich strahlend und fällt vor mir auf die Knie. Auch wenn ich weiß, dass diese Geste ein Zeichen größten Respekts ist, komme ich doch nicht damit zurecht und ziehe ihn schnell hoch. „Happy Birthday Owen“ flüstere ich ihm leise ins Ohr und umarme ihn. Ich merke sofort, dass etwas nicht mit ihm stimmt, er glüht am ganze Körper.

„Are you sick, Owen“, frage ich ihn und er nickt verlegen. Ich werde also sofort nach der Party mit ihm in die Klinik gehen, denn wie ich später von seiner Mutter erfuhr, ist er schon seit Tagen krank.
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Torte geliefert. Die Party kann losgehen. Owen bekommt eine Mütze aufgesetzt, damit er sich von den anderen Kindern abhebt – denn das macht man hier so. Und dann dröhnt es aus der Anlage „Happy Birthday“ und Owen ist zum allerersten Mal der Star der Schule.
Er wirkt richtig glücklich und kann kaum fassen, was passiert. Ich sehe immer wieder in die Augen seiner Mutter und weiß, wie sehr sie sich für Owen freut.

Es geht ans Torte anschneiden. Ich will, dass Owen es mit seiner Mutter macht, nicht mit mir. Es geht mir einfach darum, dass es den beiden gut geht und sie diesen Tag genießen können.
Wir zählen 7 mal hinunter (so alt ist Owen geworden) und dann werden die Mr. Popper abgeschossen und die Torte angeschnitten. Es geht lustig zu, die Kinder klatschen und tröten auf den Vuvuzelas und Owen genießt das erste Stück seiner Torte, bevor sie in kleinen Stücken an alle und ich betone, alle Schulkinde, aufgeteilt wird.


Und dann kommt der Höhepunkt. Ich gebe Owen sein Geschenk und er schaut mich fassungslos an. Er hatte kein Geschenk erwartet und schon gar nicht ein so großes. Leider geht es ihm mittlerweile gar nicht mehr gut und so helfen wir ihm rasch, das Geschenk auszupacken.
Ich habe den Blick, den er immer wieder neugierig auf das Geschehen wirft, in meinem Kopf abgespeichert. Es war eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Freude, Erschöpfung und Neugier.
Noch ein paar Handgriffe und dann bekommt Owen seinen Landrover übergeben. Er grinst von einem Ohr zum anderen und will sofort wissen, wie das Ding funktioniert.


Und dann geht es los. Fernsteuerung in die Hand, die Knöpfe gedrückt und die gesamte Schule ist in einem Klassenraum versammelt, um das Auto fahren zu sehen. Es ist so ein Gewusel, dass das Auto nicht mal Platz zum Fahren hat. Aber das ist nebensächlich, wichtig ist nur, Owen ist der Superstar für einen Tag. Ich kann richtig zusehen, wie das Selbstbewusstsein dieses kleinen scheuen Jungen wächst und er ist trotz seines hohen Fiebers für wenige Minuten im Kinderhimmel.


Leider endet der Tag nicht so gut für Owen, denn der Besuch in der Klinik zeigt auf, dass er Malaria hat. Wahrscheinlich schon lange Zeit, denn die Parasiten sind stark vertreten. Wir beginnen auf meinen Wunsch sofort mit der Therapie und wenige Stunden später geht es ihm schon ein wenig besser.


Das wichtigste Geschenk aber ist das Boarding und nachdem mir seine Mutter beim Fest erzählt hat, dass sie bereits in der Nacht seines Geburtstags aus dem derzeitigen Haus ausziehen müssen und nicht wissen wohin, hab ich mich entscheiden das Boarding sofort möglich zu machen. Er wird also am Tag nach seinem Geburtstag ein neues und sicheres zu Hause haben
An diesem Tag, dem Geburtstag meines Patenkindes, war wohl ich die am meisten Beschenkte. Ich durfte ein Kind, das wirklich nichts hat, glücklich machen und ein Lachen ins Gesicht zaubern. Es ist eine wunderbare und mit nichts zu vergleichende Erfahrung, Leben und die Chance auf eine hoffnungsvolle Zukunft zu schenken.

Safari – Bilder sprechen für sich

Früh morgen, wir haben noch das Sandmändchen in den Augen geht es los.

Stopp beim Equator, Selfietime ruft.

Ankunft im Nationalpark Queen Elisabeth nach 8 Stunden Fahrzeit.

Die Unterkunft, eine Herausforderung.

Bootsfahrt, erste Reihe fußfrei – es geht los!

Erste wilde Tiere gesichtet.

Safari – und wir haben großes Glück.

Frühstück mit Selfie

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Auto Stopp in Uganda.

 

Letzte Impressionen

 

Ankunft in Bwindi Nationalpark

 

Los geht’s – die Gorillas warten schon

 

Aufstieg und rein in den Dschungel

Gorilla, Gorilla, Gorilla

Selfie mit Silberrücken

42_Silberruecken_MonikaElisabeth

 

Abstieg – Over and out

 

AMAZING!!!!

Hilfe für Waisenkinder in Uganda – Projektreise 2017